Als Hurrikap das erfuhr, beschloß er, die Hexe unschädlich zu machen. Doch wie er das tun sollte, wußte er zunächst nicht. Am einfachsten schien ihm, seine zentnerschwere Faust auf den Kopf der Hexe niedersausen zu lassen und sie so zu töten. Doch das brachte der gute Riese, der noch nie jemanden getötet hatte, nicht übers Herz. Er war so sanftmütig, daß er laut mit den Füßen scharrte, wenn er über eine Wiese ging, damit Frösche und Käfer und was sonst noch im Grase kroch und hüpfte seinen gewaltigen Stiefeln rechtzeitig ausweichen konnten. Hurrikap kam der Gedanke, Arachna für lange Zeit einzuschläfern. Er blätterte im Buch der Beschwörungen und fand dort, daß der längste Zauberschlaf, den er über die böse Frau bringen konnte, fünftausend Jahre dauern würde. „Das wird wohl reichen", murmelte er nachdenklich. „Vielleicht langt auch diese Zeit, damit sie sich's abgewöhnt, Böses zu tun... Da steht aber geschrieben, daß ich alle meine Willenskraft aufbieten muß, um Erfolg zu haben, vor allen Dingen aber, daß ich mich neben ihr befinden muß, wenn ich die Beschwörung ausspreche. Wie schaffe ich das nur?..." Seine Kundschafter, die Vögel und anderen Tiere, sagten ihm, Arachna sei gegen Überraschungen gefeit, denn um sie trieben sich ständig Zwerge herum, die sie vor jeder Gefahr warnten. Außerdem könne die Hexe jede Gestalt annehmen, die sie wolle. Sie könne sich in einen Fuchs oder eine Eule, in einen blühenden Apfelbaum oder einen trocknen Baumstumpf verwandeln. Deshalb sei es ungeheuer schwer, sie zu fangen. Hurrikap bereitete sich sorgfältig auf die Ausführung seines Plans vor.



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